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Spurensuche im Grünauer Forst am 02.04.

Nach sechs erfolgereichen Wochen geht am kommenden Wochenende die Ausstellung "GRENZGÄNGE Bäume/Zäune/Grenzen - eine Spurensuche" zu Ende. Noch vom Freitag bis Sonntag, 3. April, ist die Ausstellung von 15:00 - 18:00 Uhr in der ALTEN FEUERWACHE in Eichwalde, Bahnhofstr. 79, zu sehen. Knapp 1000 Besucher sahen die Fotos von den Grenzresten an den Bäumen im Grünauer Wald und den ergänzenden geschichtlichen Teil zum o.g. Thema.
Burkhard Fritz, der diese Ausstellung gemeinsam mit dem Eichwalder Heimatverein gestaltet und organisiert hat, ist von der Resonanz über die Maßen beeindruckt: "Viele ältere Menschen kommen und erzählen von damals, den 1950er Jahren, als Eichwalde von Ost-Berlin durch einen Grenzzaun getrennt war. Die jüngeren Besucher erinnern sich eventuell noch an die Berliner Mauer. Daß es hier, im Berliner Umland, vorher auch eine Grenze gabt, wissen sie gar nicht aber fragen sehr interessiert."
Nach zwei Wanderungen auf den Spuren der damligen Grenze in der Grünauer Wald hat sich Burkhard Fritz nun doch noch zu einer dritten Führung entschlossen. Am Sonnabend, 2. April, geht es um 10:00 noch ein letztes Mal für 2 Stunden von der Waldstrasse aus in den Wald hinein. Ergänzend zur Ausstellung wird die Broschüre "Geteilte Welt/Kalter Kieg/Grenzort Eichwalde" angeboten. Der Journalist Volker Panecke hat gemeinsam mit Burkhard Fritz und Birgitt Klunk die Hintergründe dieses Kapitels ostdeutscher Geschichte beschrieben. Dieses 10. Eichwalder Heimatheft gibt es ausser in der Ausstellung in der Eichwalder Buchhandlung für 6,- € zu kaufen. Von der Gesamtauflage sind bereits über 75 % verkauft. Darüber freut sich Jörg Jenoch, Vorsitzender des Eichwalder Heimatvereins e.V., als Veranstalter der Schau.
Für die jenigen, die keine Gelegenheit hatten, die Ausstellung zu sehen, bleibt ein Trost: Sie wird ab spaetestens 11. April für einige Wochen im Rathaus Eichwalde hängen. Zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung kann man sich dann dort in ein Stück Zeitgeschichte während des so gennanten "Kalten Krieges" begeben.